DRK-Jahresempfang - Neue Kooperationen, Senioreneinrichtungen und Lob
Zweistündiger Jahresempfang des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Kreisverband Fulda in der Kapelle des Vonderau Museums am Freitagnachmittag.

Wirtschafts- und Finanzexperte Professor Dr. Bert Rürup

Gratulationscour für Jubilare und Geehrte...

Ein schönes Erinnerungsbild an den Premieren-Jahresempfang: Der Fuldaer Präsident Professor Dr. Martin Hessmann, die hessische DRK-Landespräsidentin Hannelore Rönsch, Wirtschafts- und Finanzexperte Professor Dr. Bert Rürup, DRK-Landesgeschäftsführer Thomas Klemp und der Fuldaer DRK-Kreisgeschäftsführer Christoph Schwab.

Erstmals hatten DRK-Präsident Professor Dr. Martin Hessemann und Geschäftsführer Christoph Schwab zu solch einem Event mit über 100 Gästen aus Politik, Wirtschaft, von Behörden, den Verantwortlichen aus dem Gesundheitsbereich und Mitgliedern der Hilfsorganisation von Kreis- und Landesverband eingeladen. Als Festredner konnte der bekannte Wirtschaftswissenschaftler Professor Dr. Bert Rürup gewonnen werden. Der Finanzexperte referierte zur Thematik "Gesetzliche Krankenversicherung versus Private Krankenversicherung -verfeindete Schwestern?". Neben der "Vorlesung" standen auch nicht alltägliche Mitgliederehrungen und nette Gespräche auf dem Programm.
"Die Systeme werden in den nächsten Jahren sukzessive ähnlicher", betonte Rürup in seinem Vortrag und ging speziell auf Vor- und Nachteile sowie Ziele des deutschen Krankenversicherungssystem ein. "Andere Länder beneiden uns deswegen", sagte der 67-Jährige und meinte, dass Deutschland über ein "exzellentes Gesundheitssystem" verfüge. Risikounabhänige Beitragsbemessung charakterisiere die gesetzliche Krankenversicherung, die Private hingegen setze auf risikoabhängige Beiträge. Rürups Fazit am Ende des fast 45-minütigen Vortrags: In Zukunft werden die private und gesetzliche Krankenversicherung miteinander verwachsen.
Auf neue Geschäftsbereiche und Entwicklungen innerhalb des DRK-Kreisverbandes ging Präsident Martin Hessmann ein. Er berichtete von neuen Kooperationen - insbesondere im Bereich Notfallmedizin - mit dem Klinikum Fulda und sagte: "Wir werden auch in Zukunft nicht stehen bleiben, sondern unser Angebot stets erweitern." In diesem Zusammenhang ging er auf die Stationierung des Intensivtransportwagens (ITW) am Rettungszentrum des Klinikums. Auch im Bereich der Senioreneinrichtungen mit Heimen in Petersberg, Hilders und Ebersburg-Weyhers blicke das DRK positiv in die Zukunft. Bis Ende 2012 etwa soll das "St. Kilian"-Seniorenzentrum in der Rhöngemeinde neu errichtet werden.
"Das DRK gehört zur Region und leistet einen wichtigen Beitrag im Rettungsdienst und Katastrophenschutz", betonten Fuldas Bürgermeister Dr. Wolfgang Dippel (CDU) und Erster Kreisbeigeordneter Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) in ihrem gemeinsamen Grußwort. Die Kommunalpolitiker gingen auf die "breite Palette" des DRK-Angebotes ein und lobten das ehrenamtliche Engagement der "Rotkreuz-Familie". Auch die Präsidentin des DRK-Landesverbands Hessen, Hannelore Rönsch, kam nach Fulda um dem Kreisverband auch weiterhin "gutes Gelingen" bei seiner Arbeit zu wünschen. Bereichert wurde der Empfang vom 13-köpfigen Fuldaer Vokalensemble "InterMezzo" unter der Leitung von Rainer Klitsch.
Ehrungen für langjähriges ehrenamtliches Engagement
40 Jahre: Reinhold Hartung, Dr. Manfred Neidert, Ulrike Neidert, Monika Weber (alle Ortsvereinigung Eichenzell); Hartmut Wahrlich (Ortsvereinigung Tann)
70 Jahre: Margarethe Mölter (Ortsvereinigung Neuhof)
(Christian P. Stadtfeld)

